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Hemachatus haemachatus
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Hemachatus haemachatus

   

Namen: Südafrikanische Speikobra, Ringhalskobra; Ring-necked spitting cobra, Rinkhals, Ringhals

Alte Namen:

  • Vipere haemachate
  • Coluber haemachates
  • Vipera haemachates
  • Sepedon haemachates
  • Naia capensis
  • Naja haemachates
  • Aspidelaps haemachates
  • Sipedon haemachates

Vorkommen: Republik Südafrika, Simbabwe, Lesotho, Swaziland. Sie bevorzugt die trockenen und steinigen Regionen.

Beschreibung: Die Ringhalskobra ähnelt in ihrem Äußeren den Kobras und richtet bei einer Bedrohung ihren Vorderkörper in die Richtung der Bedrohung auf. Zusätzlich spreizt sie die Rippen am Hals. Hemachatus haemachatus ist recht nervös und aggressiv. Sie erreichen eine Länge von bis zu 1,2 Meter und sind meist dunkel gefärbt. Der Kopf ist kaum vom Rumpf abgesetzt, breit und flach mit einer deutlich zugespitzten, über den Unterkiefer hinausragenden Schnauze. Das Auge ist groß, mit runder Pupille. Die Tiere sind am Tag und in der Nacht aktiv und kommen an manchen Stellen sehr häufig vor. Bei stärkster Bedrohung wirft sich das Tier auf den Rücken, öffnet das Maul, lässt die Zunge heraushängen und stellt sich tot (das gleiche Verhalten ist bei der heimischen Ringelnatter [Natrix natrix] zu beobachten. Man sollte sich hüten das "tote" Tier anzufassen. Die Ringhalskobra wird den Angreifer stets genau beobachten und im geeigneten Moment blitzschnell zubeißen. Eine andere Art der Verteidigung ist das Versprühen von Gift. Die Schlange versprüht das Gift auf den höchsten Punkt des möglichen Angreifers, damit auf den Kopf. Wenn die Augen betroffen sind kann das Gift eine Erblindung auslösen.

Toxine: starkes Neurotoxin.

Symptome: Bei einer Studie über einen Zeitraum von 10 Jahren in Südafrika wurden bei keinem der gebissenen Patienten eine schwere lokale oder systemische Vergiftung beobachtet. Trotz allem gelten die Bisse als potentiell lebensgefährlich. Leichte lokale Schwellung, Dyspnoe, Sehstörungen, Verschwommensehen, Bewusstseinsstörungen bis Bewusstlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel. Nekrosen sind möglich.

Maßnahmen: Hier ist die "pressure/ immobilization-technique" anzuwenden. Bei Atemstörungen ist der Patient zu intubieren und zu beatmen. Die weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Es existiert ein Antivenin. Es sollte erst nach Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale verabreicht werden.

Literatur:

[Aspidelaps - Arten] [Boulengerina christyi] [Bungarus-Arten] [Calliophis-Arten] [Dendroaspis-Arten] [Elapsoidea-Arten] [Hemachatus haemachatus] [Hemibungarus calligaster] [Micrurus-Arten] [Micruroides euryxanthus] [Naja-Arten] [Ophiophagus hannah] [Pseudohaje-Arten] [Sinomicrurus-Arten] [Walterinnesia aegyptia]

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Stand: 26. Dezember 2009

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